Gemeinde Wasserlosen

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Gemeinderatssitzung vom 30.10.2014

Der Gemeinde liegt sehr viel daran, die Ortschaften fortzuentwickeln. Deshalb hat die Gemeinde, zusammen mit der Allianz Oberes Werntal Maßnahmen, wie die Bauberatung, das Förderprogramm zur Revitalisierung der Altorte  usw. aber auch die Ortsrahmenplanungen für die einzelnen Gemeindeteile auf den Weg gebracht. Die Ortsrahmenplanung für den GT Burghausen ist abgeschlossen.
Architekt Peichl, Bergrheinfeld trug das Ergebnis, dass zusammen mit den Bürgern erarbeitet wurde dem Gemeinderat vor. . Eine Anzahl Bürger aus dem GT Burghausen lauschten den Ausführungen von Herrn Peichl.
Untersucht wurde die städtebauliche Entwicklung. Hierbei ist festzustellen, dass durch die natürlichen Strukturen und landschaftlich wirksame Grünstrukturen die Wohnbauentwicklung an die bestehenden Grenzen gestoßen ist. Der Lebensraum Dorf hat sich gleichfalls durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe beträchtlich verändert. Damit hat sich auch die Kommunikation der Bürger verändert. Derzeit nehmen die Kirche mit Umfeld, das Sportheim, das Backhaus und der Spielplatz Kommunikationsaufgaben wahr. Der Grüngürtel im Osten und die Schwabach prägen zusammen mit der Kirche das Ortsbild. Einen Schwerpunkt für die Ortsentwicklung sieht der Planer in der Teilausweisung von Bauflächen, dem wiederaufleben von Fußwegverbindungen um den Ort, die Bachnaturierung und der Schaffung von weiteren Grünstrukturen im südlichen Bereich.
In der Aussprache sind die Aussagen des Planers dahingehend bestätigt worden, dass Bauflächen für den GT Burghausen wichtig sind, um jungen Bürgern das Wohnen in der Heimat zu ermöglichen. Bezüglich der Grünstrukturen wurde darauf hingewiesen, dass die meisten Grundstücke an den Ortsrändern in privater Hand sind und daher eine Eingrünung nicht erzwungen werden kann. Bezüglich der Wohnflächenausweisung verwies Bürgermeister Gößmann auf das Verfahren für die Ausweisung von Bauflächen im südlichen Bereich. Damit verbunden ist auch eine Eingrünung im Süden. Einig war sich der Rat, dass alle gewünschten Maßnahmen nicht sofort sondern Schritt für Schritt zusammen mit den Bürgern umgesetzt werden können.
Gleichfalls konnte mit Herrn Peichl vereinbart werden, dass im kommenden Jahr zwei Ortsrahmenplanungen, d.h. parallel für zwei Gemeindeteile eine Ortsrahmenplanung umgesetzt wird. 
Im zweiten Punkt befassten sich die Räte erneut mit der Windkraftnutzung. Zu diesem Thema  ist die Meinung der Bürger in der  Bürgerversammlung im GT Rütschenhausen eingeholt worden. Auch der Gemeinderat hat das Thema in der Gemeinderatssitzung erörtert. Konkret geht es darum, ob die Gemeinde gemeindliche Grundstücke und Flächen im Wald in der Gemarkung Rütschenhausen, der Fa. ABO-Wind für die Errichtung von Windkraftanlagen bereitstellt. Hier wurde in Erinnerung gebracht, dass bei einer zusätzlichen Befragung der Rütschenhäuser Wähler beträchtliche Bedenken gegen Windkraftanlagen auf Waldflächen vorgetragen wurden. Nach Aussprache ist der Antrag gestellt worden, keine gemeindlichen Flächen für die Errichtung von Windkraftanlagen bereitzustellen. Dieser Antrag ist einstimmig angenommen worden. Daher werden auf gemeindeeigenen Grundstücken keine Windkraftanlagen errichtet werden.
Unter dem Punkt Verschiedenes ist vorgetragen worden, dass der Landkreis Schweinfurt die Kreisstraße SW 9, in Richtung Obbach, auf der Greßthaler Gemarkung, ausbauen will. Der Gemeinderat regte an, dass bei dieser Planung mit geprüft werden sollte, ob ein Radweg neben der Kreisstraße mit errichtet werden kann. Auch die SW 2 in der Gemarkung, beginnend an der B 303 bis zur Kaistener Straße,  soll verbreitert werden.  Der Kreis investiert hierfür ca. 500.000,00 €. Mit den Arbeiten soll noch im kommenden Jahr begonnen werden.
Gemeinderat Geisbauer informierte den Rat über eine Veranstaltung am 28.11. 2014 um 19.00 Uhr im Pfarrheim im GT Kaisten zur Tennet-Stromtrasse. Hier soll das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
Bürgermeister Gößmann informierte den Rat über die Initiative der von der Tennet-Trasse betroffenen Gemeinden im Landkreis Bad Kissingen.  Die betroffenen Gemeinden im Landkreis Bad Kissingen wollen sich in dieser Angelegenheit durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Auf Anregung beschloss der Gemeinderat, dass sich die Gemeinde Wasserlosen dem Verfahren im Nachbarlandkreis anschließt und gleichfalls anwaltliche Hilfe zur Abwehr der Stromtasse in Anspruch nimmt.  
Dem öffentlichen Teil schloss sich ein nichtöffentlicher Teil der Gemeinderatsitzung an.