Gemeinde Wasserlosen

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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 27.11.2014

Gemeinderat billigt das Feuerwehrkonzept

Eine überschaubare Tagesordnung mit nur drei öffentlichen Punkten stand zur Beratung an. Im ersten Punkt befasste sich der Rat mit dem Feuerwehrwesen.
 
Die örtlichen Feuerwehren werden nicht nur bei Bränden, sondern überwiegend zur technischen Hilfeleistung gerufen. Das bringt es mit sich, dass die Ausstattung der Feuerwehren auch den zeitlichen Erfordernissen angepasst werden muss. Dies ist mit beträchtlichen Kosten für die Gemeinde verbunden.
 
Die Gemeinde ist finanziell nicht im Stande alle acht Feuerwehren einheitlich auszustatten. Daher haben Bürgermeister, Gemeinderat, die örtlichen Kommandanten und die Führung der Feuerwehr auf Kreisebene (Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister) in verschiedenen Gesprächen versucht Lösungen aufzuzeigen, um Synergieeffekte zu erzielen.
 
Bürgermeister Gößmann konnte seinen Räten berichten, dass Fortschritte erzielt wurden.  
Die FFw. Wülfershausen ist bereits jetzt mit Atemschutzgeräten ausgestattet. Damit fällt ihr die Aufgabe zu, bei allen Einsätzen mitzuwirken, wenn Atemschutzgeräte erforderlich werden. Zudem soll sie technische Hilfe leisten. Hierzu soll sie mit einem modernen Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 10) ausgestattet werden.  
 
Die FFw. Greßthal besitzt jetzt bereits ein Fahrzeug mit einem Wassertank. Daher soll die zweite Atemschutzeinheit die FFw. Greßthal erhalten.
 
Der FFw. Wasserlosen fällt die Aufgabe zu die Schläuche für längere Schlauchstrecken vorzuhalten. Hierzu soll sie mit einem passenden Anhänger ausgestattet werden. Zudem fällt ihr die Schlauchpflege zu. Die entsprechenden Einrichtungen zur Schlauchpflege hat die Freiwillige Feuerwehr Hammelburg. Die Stadt Hammelburg bzw. die Freiwillige Feuerwehr Hammelburg stellt der FFw. Wasserlosen ihre Schlauchpflegeeinrichtungen, gegen eine geringe Gebühr, zur Verfügung. Aufgabe der FFw Wasserlosen ist es, das eingesetzte Schlauchmaterial, das die örtlichen Feuerwehren einsetzen, auf ihren Zustand zu überprüfen und bei Bedarf zu reinigen.
 
Die FFw. Schwemmelsbach ist jetzt bereits mit einer Hochleistungspumpe, die aus dem „Fond Katastrophenschutz“  angeschafft wurde, ausgestattet. Sie wird künftig bei allen Einsätzen schwerpunktmäßig mitwirken, bei den große Mengen Wasser abgepumpt werden müssen. Gleichfalls hält sie entsprechende Beleuchtungseinrichtungen vor, die bei Bedarf angefordert werden können.
Die Grund-Brandschutz Leistungen vor Ort erbringen die örtlichen Feuerwehren, wie bisher.
Bei Einsätzen, bei denen Zusatzgeräte oder eine besondere Ausstattung notwendig ist, werden vorrangig die örtlichen Wehren mit ihrer Spezialausstattung bedarfsgerecht angefordert und eingesetzt.
 
Seitens des Gemeinderates fand dieses Konzept die Zustimmung, auch wenn dies mit Mehrkosten verbunden ist. Dieses Geld ist aber gut angelegt, da es dem Schutz unserer Bürger dient. In der Aussprache wurde auch das Alter der derzeit eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge angesprochen. Bürgermeister und Gemeinderat sehen es als ein Ziel an, dass küänftig keine Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatz kommen sollen, die Älter als 25 Jahre im Dienst
sind.
 
Im zweiten Punkt standen die Windräder in der Gemarkung Rütschenhausen erneut auf der Tagesordnung. Die Fa. ABO-Wind hat am 21.08.2014 beim zuständigen Landratsamt Schweinfurt einen Antrag auf einen Vorbescheid zur Errichtung von fünf Windrädern in der Gemarkung Rütschenhausen gestellt. Insbesondere soll in dem Vorbescheid geklärt werden, ob bauplanerische Ausweisungen der Errichtung von den fünf Windrädern entgegenstehen.
 
Zu beachten hatten die Räte, dass die Gemeinde in der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes festgelegt hat, dass der Errichtung von weiteren Windkrafträdern außerhalb der Konzentrationsflächen in der Gemarkung Kaisten  öffentliche Belange entgegenstehen. An diese Festsetzung im Flächennutzungsplan ist die Gemeinde gebunden. Daher lehnte der Gemeinderat die planungsrechtliche Zustimmung zu dem Antrag auf Errichtung von fünf Windrädern, in der Gemarkung Rüschenhausen ab.  Zudem stehen die gewünschten Flächen der Gemeinde für diese Maßnahme der Fa. ABO-Wind nicht zur Verfügung.
 
Unter dem Punkt Verschiedenes informierte Bürgermeister Gößmann über die Initiative der ÜZ-Lülsfeld über ein uneigennütziges Projekt „Die Alltagshelden/-projekte 2014“. Der Gemeinderat kam überein, die ÜZ  bei ihrem Anliegen zu unterstützen.
Gleichalls unterstützt der Gemeinderat die Initiative der Allianz Oberes Werntal auf Schaffung eines gemeinsamen Verkehrsverbundes zwischen Stadt und  Landkreis. Ziel ist es, dass über einen „Wabentarif“ abgestimmte Fahrzeiten geschaffen werden sollen und damit auch preisliche Vergünstigungen beim Bürger ankommen sollen. Zuständig für Entscheidungen im öffentlichen Nahverkehr sind die Stadt Schweinfurt und der Landkreis Schweinfurt. Die Allianz Oberes Werntal mahnt mit dieser Resolution einen Handlungsbedarf an.  
 
Dem öffentlichen Teil schloss sich ein nichtöffentlicher Teil der Gemeinderatssitzung an.