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Gemeinde Wasserlosen (Druckversion)

Innenentwicklung

Innenentwicklung lohnt sich

 

Seit 2008 widmet sich die Allianz Oberes Werntal intensiv der Innenentwicklung, der Wiederbelebung der Ortskerne. Wasserlosens Bürgermeister Anton Gößmann kümmert sich in dieser Arbeitsgemeinschaft von zehn Gemeinden um den Bereich Landnutzung.

Nach zehn Jahren wurden die Bemühung zur Innenentwicklung in einer Studie überprüft, mit dem eindeutigen Ergebnis: Es lohnt sich für die Gemeinde und für die Bürger, sich für eine Wiederbelebung der Ortskerne anzustrengen.

 

Das hat die Allianz Oberes Werntal erreicht:

2008: Mögliche Flächen zur (Wieder-)Nutzung:   3360 (= 304,2 Hektar)

2017: Genutzte Flächen und Gebäude:             1139 (= 102,3 Hektar)

                                                                       = Aktivierungsquote: 34 Prozent

 

Das hat Wasserlosen erreicht:

2008: Mögliche Flächen zur (Wieder-)Nutzung: 258

2017: Genutzte Flächen und Gebäude                 59 (= 5,4 Hektar)

                                                                       = Aktivierungsquote: 23 Prozent

 

Genutzt wurden:

41 klassische Baulücken (von 168)

  3 leerstehende Hofstellen (von 16)

  5 Hofstellen mit Restnutzung (von 38)

  3 leerstehende Wohngebäude (von 19)

 

Umgerechnet wurden pro 1000 Einwohner 17,5 Flächen wieder genutzt.

 

Art und Anzahl der Nachnutzung

 

Im gleichen Zeitraum wurden keine Bauplätze im Außenbereich ausgewiesen. Im Verhältnis der Innen- zur Außenentwicklung bedeutet das: 100 Prozent Innenentwicklung.

Im Innern kamen 7 Potenziale neu hinzu.

 

Die Einwohnerzahl sank um 1,2 Prozent: von 3416 in 2008

    auf  3372 in 2016

 

Fest steht:

Ohne Innenentwicklung hätten im Außenbereich zusätzlich 3,5 Hektar Fläche bebaut werden müssen.

Eingespart wurden dafür Kosten

  • für Straße, Kanal, Wasser, Strom (insgesamt 3,53 Kilometer)
  • für Ausgleichs- und öffentliche Grünflächen (1,61 Hektar)

 

 

Die Ergebnisse der Evaluierung für die Allianz Oberes Werntal zeigen:

Innenentwicklung lohnt sich in vieler Hinsicht:

 

  • weil die Ortskerne wieder lebendig und attraktiv werden
  • weil Flächen gespart werden, auch durch ein gemeinsames Flächenmanagement
  • weil Kosten für zusätzliche Infrastruktur in den Neubaugebieten vermieden werden
  • weil keine Flächen versiegelt werden, mit allen Nachteilen für die Umwelt
  • weil fränkische Baukultur erhalten bleibt, die für Herzenswärme sorgt
  • weil jedes Ortsbild einzigartig ist und seine Gebäude, Straßen und Plätze Identität für die Bewohner stiften

 

 

In den vergangenen zehn Jahren ist in den Allianzgemeinden ein gemeinsames Bewusstsein für Innenentwicklung gewachsen, um der Verödung der Ortskerne entgegen zu wirken.

Zahlreiche Aktivitäten haben wir entwickelt oder nutzen sie:

 

  • Leitlinie einer Innen- vor einer Außenentwicklung in der Oerlenbacher Erklärung
  • Tag der Innentwicklung, um an Beispielen zu zeigen, wie Bauen und Sanieren im Bestand funktioniert
  • Fachvorträge und Informationen für Bauherren in der Bauhütte Obbach
  • Kommunale Förderprogramme
  • Erstbauberatung durch Architekten
  • Beratung durch die Innenentwicklungslotsen
  • Entsorgungsmöglichkeiten für Bauschutt
  • Immobilienbörse
  • Dorferneuerung und Städtebauförderung

 

Innenentwicklung bleibt eine dauerhafte Aufgabe: Wir müssen dranbleiben!

 

Bei Fragen zum Bauen im Altort berät Sie die Innenentwicklungslotsin der Gemeinde, Katrin Ebbert, Telefon (09726) 9067-13.

 

Eine ausführliche Darstellung der Aktivitäten finden Sie auf der Seite der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal. Einsehbar ist dort auch der Bericht zu den Studienergebnissen.

 

 

http://www.wasserlosen.de/index.php?id=455